Vom FAT bis zum Lifecycle: jede Maschine im Blick

secnostic eingetragene Marke dokumentiert für jede ausgelieferte Maschine, welche digitalen Komponenten verbaut sind, in welchem Firmwarestand und mit welchen Kommunikationsbeziehungen. So entsteht ein Referenzzustand zur Auslieferung und daraus eine zentrale Sicht auf den installierten Maschinenbestand.

Für Maschinen- und Anlagenbauer, Sondermaschinenbau, Systemintegratoren und OEM-Service.

Vom FAT bis zum Lifecycle

Die Maschinenverordnung 2023/1230 verlangt ab dem 20. Januar 2027, dass relevante Eingriffe in Hardware, Software und Konfiguration nachvollziehbar werden. Der Cyber Resilience Act fordert für Produkte in seinem Anwendungsbereich die Schwachstellenbehandlung während des Supportzeitraums. Beide Nachweise beginnen mit dem realen Zustand jeder ausgelieferten Maschine, den der Sensor passiv erfasst.

Worum geht es?

Die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 gilt ab dem 20. Januar 2027 und nimmt Cyber-Safety in die grundlegenden Anforderungen auf. Die wesentlichen Pflichten des Cyber Resilience Act gelten ab dem 11. Dezember 2027 für neue Produkte mit digitalen Elementen in seinem Anwendungsbereich, einschließlich der Schwachstellenbehandlung während des Supportzeitraums. Grundlage für beides ist der reale Zustand jeder ausgelieferten Maschine; die Empfehlungen zur OT-Asset-Inventarisierung beschreiben, wie er betriebsschonend erfasst wird.

Zwischen Konstruktion, Schaltschrankbau, Softwareentwicklung und Inbetriebnahme ändern sich Komponenten und Versionsstände. Entscheidend ist deshalb nicht, was geplant wurde, sondern was zur Auslieferung tatsächlich in der Maschine steckt. Mit CRA und Maschinenverordnung wird dieser reale Produktstand geschäftsrelevant.

Ergebnisse

  • ein dokumentierter Referenzzustand jeder Maschine zur Auslieferung
  • eine zentrale Installed Base über alle Kunden und Maschinen
  • betroffene Maschinen bei einer Herstellerwarnung gezielt finden
  • technische Evidenz für CRA und Maschinenverordnung

Was ohne dokumentierten Maschinenzustand offenbleibt

Nach der Übergabe beginnt die eigentliche Frage: Was steckt in welcher Maschine bei welchem Kunden?

Soll und Ist laufen auseinander

Zwischen Engineering, Schaltschrankbau und Inbetriebnahme ändern sich Komponenten und Stände bis zur Abnahme.

Firmwarestände nur im Projektordner

Nach der Übergabe lassen sich Software- und Firmwarestände nur noch aus Projektordnern und Serviceberichten rekonstruieren.

Advisory ohne Bestandsbezug

Eine Herstellerwarnung zu einer Firmware-Version startet die Suche über Projekte, Kunden und Maschinen hinweg.

Gewährleistung ohne Referenz

Bei einer Störung in der Gewährleistung ist unklar, ob der Zustand der Maschine noch dem Auslieferungszustand entspricht.

Vom Engineering zur Installed Base

Sechs Stationen im Maschinenleben, an denen derselbe dokumentierte Zustand weiterarbeitet.

  1. Engineering

    Was soll in der Maschine stecken?

    Soll-Struktur, freigegebene Komponenten und dokumentierte Sollstände aus dem Engineering bilden die Referenz für den späteren Vergleich.

  2. FAT und Endprüfung

    Was steckt tatsächlich drin?

    Der secnostic eingetragene Marke sensor erfasst passiv die erreichbaren Steuerungen, HMIs, Industrie-PCs, Switches und Antriebe mit Adressen und Firmwareständen, soweit technisch verfügbar. Soll und Ist werden vor der Abnahme verglichen.

  3. Auslieferung

    Welcher Zustand verlässt das Werk?

    Der freigegebene Zustand wird als Referenz dokumentiert: der technische Fingerabdruck der ausgelieferten Maschine.

  4. Gewährleistung und Service

    Entspricht die Maschine noch der Auslieferung?

    Nur nach Freigabe des Betreibers beobachtet der Sensor weiter. Änderungen gegenüber dem Referenzzustand werden dann nachvollziehbar: getauschte Komponenten, neue Firmwarestände, zusätzliche Geräte.

  5. Schwachstellenmanagement

    Welche Maschinen trifft eine neue Schwachstelle?

    Aus einer Herstellerwarnung wird eine Abfrage gegen den installierten Bestand: Komponente, Version, betroffene Maschinen, Kunden. Die Bewertung bleibt beim Hersteller.

  6. Lifecycle

    Wie altert der Bestand?

    Hardware, Firmware, EOL/EOS und Änderungen bleiben je Maschine und Kunde zugeordnet, vom einzelnen Asset bis zur gesamten Installed Base.

Im Maschinenleben, vier Situationen

Vier wiederkehrende Situationen zwischen Werk, Kunde und Bestand, jeweils als konkreter Ablauf.

  1. ErfassenBeim FAT erfasst der Sensor den tatsächlichen Zustand der Maschine, ohne den Testbetrieb zu stören.
  2. AbgleichenSoll-Struktur und freigegebene Komponenten aus dem Engineering werden mit dem Ist verglichen.
  3. KlärenAbweichungen werden vor der Abnahme geklärt statt später beim Kunden entdeckt.
  4. DokumentierenDer freigegebene Zustand wird als Referenz der ausgelieferten Maschine festgehalten.

FAQ

Die wichtigsten Fragen vor einem ersten Scope-Gespräch.

Ersetzt secnostic die Risikobeurteilung, die SBOM oder den CE-Prozess?

Nein. Risikobeurteilung, SBOM, Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung bleiben Aufgaben des Herstellers. secnostic eingetragene Marke liefert die technische Transparenz, auf der diese Prozesse aufbauen: Für die Bewertung einer Schwachstelle muss zuerst bekannt sein, welche Komponenten und Versionen in welcher Maschine tatsächlich eingesetzt werden.

Was erfasst der secnostic sensor in einer Maschine?

Die erreichbaren digitalen Komponenten wie Steuerungen, Remote-I/O, HMIs, Industrie-PCs, Switches, Antriebe und weitere intelligente Feldgeräte mit IP- und MAC-Adresse, Hersteller, Gerätetyp sowie Software- und Firmwareständen, soweit technisch verfügbar, und die Kommunikationsbeziehungen innerhalb der Maschine. Nicht IP-basierte oder hinter Gateways gekapselte Komponenten brauchen ergänzende Engineering- oder Herstellerdaten.

Wie hilft der dokumentierte Auslieferungszustand in der Gewährleistung?

Bei einer Störung beginnt die Analyse nicht mit der Frage, was dort verbaut ist. Der Referenzzustand ist dokumentiert, und der Vergleich mit dem aktuellen Zustand zeigt, ob Komponenten getauscht, Firmwarestände verändert, Geräte ergänzt oder Kommunikationswege hinzugekommen sind.

Bleibt der Sensor nach der Auslieferung in der Maschine?

Das entscheiden Maschinenbauer und Betreiber gemeinsam. Der Sensor kann Bestandteil der ausgelieferten Maschine bleiben und nach Freigabe des Betreibers passiv weiter beobachten; die Daten bleiben dem Betreiber und der jeweiligen Maschine zugeordnet. Ohne Sensor im Betrieb bleibt der dokumentierte Auslieferungszustand als Referenz erhalten.

Welche Rolle spielen CRA, Maschinenverordnung und NIS2?

Die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 gilt ab dem 20. Januar 2027 und nimmt Cyber-Safety in die grundlegenden Anforderungen auf. Die wesentlichen Pflichten des Cyber Resilience Act gelten ab dem 11. Dezember 2027 für neue Produkte mit digitalen Elementen, die in seinen Anwendungsbereich fallen, darunter Risikobewertung, technische Dokumentation und Schwachstellenbehandlung während des Supportzeitraums. NIS2 richtet sich an Unternehmen, nicht an Produkte; die Betroffenheit ist je Unternehmen zu prüfen, für die ausgelieferte Maschine bleibt NIS2 deshalb nur flankierend relevant.

Mit einer Maschine beginnen

Wir starten mit einem Maschinentyp, einem FAT oder einer konkreten Schwachstellenfrage, zeigen, welcher Referenzzustand und welche Installed-Base-Sicht sofort nutzbar werden, und besprechen, welches Betriebsmodell zu Ihrem Maschinenbestand passt.

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