AAS steht für Asset Administration Shell und beschreibt eine standardisierte digitale Hülle für Assets in der Industrie 4.0.
Die AAS unterstützt standardkonformen Datenaustausch entlang des Lebenszyklus, schafft herstellerübergreifende Interoperabilität und kann als Umsetzung des digitalen Zwillings für Industrie 4.0 verstanden werden.
APT steht für Advanced Persistent Threat und bezeichnet einen gezielten, gut vorbereiteten und langfristig angelegten Angriff auf ein Netzwerk oder System.
Für Unternehmen ist ein APT besonders kritisch, weil Angreifer häufig über längere Zeit spionieren, Daten manipulieren, sich lateral bewegen oder betriebswichtige Systeme stören wollen.
Ein Asset ist ein physisches oder digitales Element, das für Betrieb, Steuerung, Überwachung oder Sicherheit relevant ist.
In IT- und OT-Umgebungen können das Maschinen, Server, Steuerungen, Software, Netzwerke, Sensoren, Standorte, Nachweise oder Verantwortlichkeiten sein.
Ein B3S ist ein branchenspezifischer Sicherheitsstandard, mit dem KRITIS-Branchen konkretisieren können, wie Anforderungen an den Stand der Technik erfüllt werden.
Ein anerkannter B3S ist nicht automatisch für jede Organisation verpflichtend, kann aber bei Nachweisen und Audits Orientierung und Rechtssicherheit zum Stand der Technik geben.
Das BSI ist die zentrale deutsche Bundesbehörde für Cyber- und Informationssicherheit.
Für deutsche Unternehmen und KRITIS-Betreiber ist das BSI unter anderem bei Standards, Lagebildern, Mindestanforderungen und Meldewegen relevant.
Ein CERT ist eine organisatorische Anlaufstelle, die Sicherheitsmeldungen entgegennimmt, bewertet, koordiniert und Warnungen oder Advisories veröffentlicht.
In industriellen Lieferketten sind CERT- und ProductCERT-Informationen wichtig, weil Betreiber über Advisories, RSS oder CSAF-Feeds schneller erkennen können, welche Produkte betroffen sind.
CIS steht für Center for Internet Security, eine Organisation, die praxisnahe Sicherheits-Benchmarks und Controls veröffentlicht.
Die CIS Controls werden häufig als Best-Practice-Katalog genutzt, auch wenn industrielle Umgebungen zusätzliche OT-spezifische Anforderungen haben.
Cloud bezeichnet bedarfsgerecht bereitgestellte IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher, Plattformen oder Software, die über ein Netzwerk genutzt werden.
Im Betrieb sind Cloud-Dienste wichtig für Skalierung, Kostensteuerung, Identitäten, Berechtigungen, Datenflüsse, Asset-Inventar, Compliance und Sicherheitsnachweise.
Eine CMDB ist eine Datenbank für Konfigurationsobjekte wie Systeme, Anwendungen, Services, Beziehungen und technische Abhängigkeiten.
Im Betrieb hilft eine CMDB bei Incident-, Change- und Service-Prozessen. Kritisch ist die Datenqualität: Ohne aktuellen Abgleich mit Inventaren, Identitäten und Beobachtungen wird sie schnell zu einer statischen Dokumentation.
Ein Contributor ist eine Person oder Organisation, die mit Arbeit, Wissen, Code, Review, Finanzierung oder Betriebserfahrung zu einem Vorhaben beiträgt.
Bei offenen Sicherheitsprojekten sind transparente Contributors wichtig, damit Herkunft, Pflege und fachliche Breite eines Projekts nachvollziehbar bleiben.
Ein Cookie ist eine kleine Datei, die eine Website im Browser ablegt, um eine Sitzung oder Einstellungen über mehrere Aufrufe hinweg wiederzuerkennen.
Nach einer Anmeldung hält ein Sitzungs-Cookie den Benutzer eingeloggt, ohne dass er sich bei jedem Seitenaufruf neu authentifizieren muss. Je nach Zweck ist ein Cookie technisch notwendig oder zustimmungspflichtig.
CSAF ist ein maschinenverarbeitbares Format für Security Advisories, also strukturierte Sicherheitsinformationen zu Schwachstellen.
Für Schwachstellenmanagement ist CSAF nützlich, weil Advisories automatisiert abgerufen und mit Asset-Inventaren, Produkten oder SBOMs abgeglichen werden können.
CVE ist ein öffentliches Kennzeichnungssystem für bekannte Cybersicherheits-Schwachstellen.
Eine CVE-ID macht eine Schwachstelle referenzierbar; für Entscheidungen braucht sie zusätzlichen Kontext wie betroffenes Asset, Exponierung und Kritikalität.
Ein cyber-physisches System verbindet digitale Steuerung, Kommunikation und reale physische Prozesse.
Beispiele sind Produktionsanlagen, Energieanlagen, intelligente Gebäudetechnik oder vernetzte Maschinen, bei denen Software unmittelbar auf die reale Welt wirkt.
Ein Cyberangriff ist ein absichtlicher Versuch, Systeme, Netzwerke, Daten oder Prozesse zu stören, zu manipulieren oder unbefugt zu nutzen.
In OT kann ein Cyberangriff nicht nur Daten betreffen, sondern auch Verfügbarkeit, Sicherheit von Menschen, Anlagenzustand und physische Prozesse.
Defense-in-Depth beschreibt ein mehrschichtiges Sicherheitskonzept, bei dem Angreifer mehrere organisatorische, physische sowie netzwerk-, system- und komponentenbezogene Maßnahmen überwinden müssten.
IEC 62443 nutzt diesen Ansatz für industrielle Anlagen und verteilt Beiträge auf Betreiber, Integratoren und Hersteller, statt Sicherheit nur an einer einzelnen Schutzmaßnahme festzumachen.
Eine DMZ ist ein abgegrenztes Netzwerksegment zwischen Sicherheitszonen, das direkte Verbindungen zwischen besonders schützenswerten Netzen reduziert.
In IT-/OT-Architekturen liegt eine DMZ häufig zwischen Unternehmens-IT und OT. Sie bündelt kontrollierte Übergänge, Fernzugriffe, Datenaustausch und Überwachung, damit kritische Anlagen nicht unnötig direkt erreichbar sind.
EDR steht für Endpoint Detection and Response und bezeichnet Sicherheitsfunktionen zur Erkennung, Untersuchung und Reaktion auf Bedrohungen an Endpunkten.
EDR liefert wichtige Signale zu Clients und Servern, ersetzt aber kein Asset-Inventar. Für die Priorisierung wird Kontext wie Besitzer, Kritikalität, Softwarestand, Netzwerkbezug und betroffene Services benötigt.
Begriffe für IT-/OT-Betrieb und Security
Kurze, direkt verlinkbare Definitionen für Asset-Inventare, OT-Sicherheit, KRITIS, Normen und Plattformbetrieb. Jeder Eintrag bleibt sichtbar, zitierfähig und mit Quellen verbunden.