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title: Maschinen- & Anlagenbau
canonical: https://www.secnostic.com/de/solutions/machine-builders
language: de
dateModified: 2026-08-23
alternate-en: https://www.secnostic.com/en/solutions/machine-builders
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# Maschinen- & Anlagenbau

- URL: https://www.secnostic.com/de/solutions/machine-builders
- Audience: Installed Base für Maschinenbauer
- Positioning: Vom FAT bis zum Lifecycle: jede Maschine im Blick

secnostic dokumentiert für jede ausgelieferte Maschine, welche digitalen Komponenten verbaut sind, in welchem Firmwarestand und mit welchen Kommunikationsbeziehungen. So entsteht ein Referenzzustand zur Auslieferung und daraus eine zentrale Sicht auf den installierten Maschinenbestand.

**Vom FAT bis zum Lifecycle**

Die Maschinenverordnung 2023/1230 verlangt ab dem 20. Januar 2027, dass relevante Eingriffe in Hardware, Software und Konfiguration nachvollziehbar werden. Der Cyber Resilience Act fordert für Produkte in seinem Anwendungsbereich die Schwachstellenbehandlung während des Supportzeitraums. Beide Nachweise beginnen mit dem realen Zustand jeder ausgelieferten Maschine, den der Sensor passiv erfasst.

**Situation.** Zwischen Konstruktion, Schaltschrankbau, Softwareentwicklung und Inbetriebnahme ändern sich Komponenten und Versionsstände. Entscheidend ist deshalb nicht, was geplant wurde, sondern was zur Auslieferung tatsächlich in der Maschine steckt. Mit CRA und Maschinenverordnung wird dieser reale Produktstand geschäftsrelevant.

**Challenges**

- Soll-Struktur aus dem Engineering und tatsächlich verbaute Steuerungen, HMIs, Industrie-PCs, Switches und Antriebe laufen bis zur Abnahme auseinander
- Firmware- und Softwarestände ausgelieferter Maschinen lassen sich nach der Übergabe nur noch aus Projektordnern und Serviceberichten rekonstruieren
- eine Herstellerwarnung zu einer Firmware-Version löst die Suche aus, welche Projekte, Kunden und Maschinen überhaupt betroffen sind
- bei einer Störung in der Gewährleistung ist unklar, ob der Zustand der Maschine noch dem Auslieferungszustand entspricht
- CRA und Maschinenverordnung verlangen technische Nachweise und Schwachstellenbehandlung über den Supportzeitraum, ohne dass der installierte Bestand zentral bekannt ist

**Approach.** Jede Maschine oder jedes Maschinensegment erhält einen secnostic sensor. Assets, Firmwarestände und Kommunikationsbeziehungen laufen im secnostic inventory zusammen: vor der Auslieferung als Referenzzustand, danach nach Freigabe des Betreibers. Änderungen, Schwachstellen und Lifecycle bleiben je Maschine und Kunde zugeordnet.

**Outcomes**

- ein dokumentierter Referenzzustand jeder Maschine zur Auslieferung
- eine zentrale Installed Base über alle Kunden und Maschinen
- betroffene Maschinen bei einer Herstellerwarnung gezielt finden
- technische Evidenz für CRA und Maschinenverordnung

**Was ohne dokumentierten Maschinenzustand offenbleibt**

Nach der Übergabe beginnt die eigentliche Frage: Was steckt in welcher Maschine bei welchem Kunden?

- **Soll und Ist laufen auseinander**: Zwischen Engineering, Schaltschrankbau und Inbetriebnahme ändern sich Komponenten und Stände bis zur Abnahme.
- **Firmwarestände nur im Projektordner**: Nach der Übergabe lassen sich Software- und Firmwarestände nur noch aus Projektordnern und Serviceberichten rekonstruieren.
- **Advisory ohne Bestandsbezug**: Eine Herstellerwarnung zu einer Firmware-Version startet die Suche über Projekte, Kunden und Maschinen hinweg.
- **Gewährleistung ohne Referenz**: Bei einer Störung in der Gewährleistung ist unklar, ob der Zustand der Maschine noch dem Auslieferungszustand entspricht.

**Vom Engineering zur Installed Base**

Sechs Stationen im Maschinenleben, an denen derselbe dokumentierte Zustand weiterarbeitet.

1. **Engineering** Was soll in der Maschine stecken? Soll-Struktur, freigegebene Komponenten und dokumentierte Sollstände aus dem Engineering bilden die Referenz für den späteren Vergleich.
2. **FAT und Endprüfung** Was steckt tatsächlich drin? Der secnostic sensor erfasst passiv die erreichbaren Steuerungen, HMIs, Industrie-PCs, Switches und Antriebe mit Adressen und Firmwareständen, soweit technisch verfügbar. Soll und Ist werden vor der Abnahme verglichen.
3. **Auslieferung** Welcher Zustand verlässt das Werk? Der freigegebene Zustand wird als Referenz dokumentiert: der technische Fingerabdruck der ausgelieferten Maschine.
4. **Gewährleistung und Service** Entspricht die Maschine noch der Auslieferung? Nur nach Freigabe des Betreibers beobachtet der Sensor weiter. Änderungen gegenüber dem Referenzzustand werden dann nachvollziehbar: getauschte Komponenten, neue Firmwarestände, zusätzliche Geräte.
5. **Schwachstellenmanagement** Welche Maschinen trifft eine neue Schwachstelle? Aus einer Herstellerwarnung wird eine Abfrage gegen den installierten Bestand: Komponente, Version, betroffene Maschinen, Kunden. Die Bewertung bleibt beim Hersteller.
6. **Lifecycle** Wie altert der Bestand? Hardware, Firmware, EOL/EOS und Änderungen bleiben je Maschine und Kunde zugeordnet, vom einzelnen Asset bis zur gesamten Installed Base.

**Im Maschinenleben, vier Situationen**

Vier wiederkehrende Situationen zwischen Werk, Kunde und Bestand, jeweils als konkreter Ablauf.

- **FAT und Auslieferung**: Erfassen: Beim FAT erfasst der Sensor den tatsächlichen Zustand der Maschine, ohne den Testbetrieb zu stören.; Abgleichen: Soll-Struktur und freigegebene Komponenten aus dem Engineering werden mit dem Ist verglichen.; Klären: Abweichungen werden vor der Abnahme geklärt statt später beim Kunden entdeckt.; Dokumentieren: Der freigegebene Zustand wird als Referenz der ausgelieferten Maschine festgehalten.
- **Störung in der Gewährleistung**: Melden: Ein Kunde meldet eine Störung an einer Maschine, die noch in der Gewährleistung ist.; Referenz ziehen: Der dokumentierte Auslieferungszustand zeigt, was verbaut war und in welchem Stand.; Vergleichen: Der Vergleich mit dem aktuellen Zustand zeigt getauschte Komponenten, veränderte Stände und neue Kommunikationswege.; Entscheiden: Service- und Gewährleistungsfragen stützen sich auf einen belegten Zustand statt auf Vermutungen.
- **Herstellerwarnung trifft ein**: Meldung: Ein Komponentenhersteller meldet eine Schwachstelle in einer bestimmten Firmware-Version.; Abfragen: Aus der Warnung wird eine Abfrage: Komponente, Version, Schwachstelle, betroffene Maschinen, Kunden.; Priorisieren: Betroffene Maschinen werden nach Kunde, Einsatz und Supportzusagen sortiert.; Entscheiden: Bewertung, Maßnahme und Kundeninformation bleiben beim Hersteller, mit belastbarem Bestand statt Projektordner-Suche.
- **Retrofit und Lifecycle**: Bestand sichten: EOL/EOS-Stände und abgekündigte Komponenten werden über den gesamten Bestand sichtbar.; Bündeln: Maschinen mit denselben abgekündigten Komponenten werden zu Retrofit-Kandidaten gebündelt.; Ansprechen: Service spricht Kunden mit konkretem Maschinenbezug an statt mit einem Serienrundschreiben.; Nachhalten: Umbauten werden nach Freigabe des Betreibers als neuer Referenzzustand dokumentiert.

**Deployment steps**

1. **Engineering**: Soll-Struktur, freigegebene Komponenten und dokumentierte Sollstände bilden die Referenz, gegen die der reale Zustand später verglichen wird.
2. **FAT und Endprüfung**: Der secnostic sensor erfasst den tatsächlichen Zustand der Maschine: erreichbare Steuerungen, HMIs, Industrie-PCs, Switches, Antriebe, Adressen, Firmwarestände und Kommunikationsbeziehungen. Soll und Ist werden verglichen.
3. **Auslieferung**: Der freigegebene Zustand wird als Referenz dokumentiert: der digitale Fingerabdruck der ausgelieferten Maschine.
4. **Gewährleistung und Service**: Nach Freigabe des Betreibers werden Änderungen gegenüber dem Auslieferungszustand nachvollziehbar: getauschte Komponenten, neue Firmwarestände, zusätzliche Geräte und neue Kommunikationswege.
5. **Schwachstellenmanagement**: Neue Schwachstellen werden gegen den installierten Maschinenbestand geprüft: Welche ausgelieferten Maschinen enthalten die betroffene Komponente in der betroffenen Version?
6. **Lifecycle**: Hardware, Firmware, EOL/EOS, Änderungen und Serviceinformationen bleiben der jeweiligen Maschine zugeordnet, vom einzelnen Asset bis zur weltweiten Installed Base.

**What becomes visible**

- **Auslieferungszustand**: Steuerungen, Remote-I/O, HMIs, Industrie-PCs, Switches, Antriebe und intelligente Feldgeräte mit Hersteller, Gerätetyp, Adressen und Firmwareständen zum Zeitpunkt der Übergabe.
- **Installed Base**: Alle ausgelieferten Maschinen mit Kunde, Standort, Komponenten, Hardware- und Firmwareständen in einer zentralen Sicht.
- **Änderungen**: Getauschte Komponenten, veränderte Firmwarestände, zusätzliche Geräte und neue Kommunikationsbeziehungen gegenüber dem dokumentierten Referenzzustand.
- **Schwachstellen und Lifecycle**: Betroffene Maschinen je Schwachstelle, EOL/EOS-Stände, Retrofit-Kandidaten und Serviceinformationen über den gesamten Bestand.

**FAQ**

- Q: Ersetzt secnostic die Risikobeurteilung, die SBOM oder den CE-Prozess?
  A: Nein. Risikobeurteilung, SBOM, Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung bleiben Aufgaben des Herstellers. secnostic liefert die technische Transparenz, auf der diese Prozesse aufbauen: Für die Bewertung einer Schwachstelle muss zuerst bekannt sein, welche Komponenten und Versionen in welcher Maschine tatsächlich eingesetzt werden.
- Q: Was erfasst der secnostic sensor in einer Maschine?
  A: Die erreichbaren digitalen Komponenten wie Steuerungen, Remote-I/O, HMIs, Industrie-PCs, Switches, Antriebe und weitere intelligente Feldgeräte mit IP- und MAC-Adresse, Hersteller, Gerätetyp sowie Software- und Firmwareständen, soweit technisch verfügbar, und die Kommunikationsbeziehungen innerhalb der Maschine. Nicht IP-basierte oder hinter Gateways gekapselte Komponenten brauchen ergänzende Engineering- oder Herstellerdaten.
- Q: Wie hilft der dokumentierte Auslieferungszustand in der Gewährleistung?
  A: Bei einer Störung beginnt die Analyse nicht mit der Frage, was dort verbaut ist. Der Referenzzustand ist dokumentiert, und der Vergleich mit dem aktuellen Zustand zeigt, ob Komponenten getauscht, Firmwarestände verändert, Geräte ergänzt oder Kommunikationswege hinzugekommen sind.
- Q: Bleibt der Sensor nach der Auslieferung in der Maschine?
  A: Das entscheiden Maschinenbauer und Betreiber gemeinsam. Der Sensor kann Bestandteil der ausgelieferten Maschine bleiben und nach Freigabe des Betreibers passiv weiter beobachten; die Daten bleiben dem Betreiber und der jeweiligen Maschine zugeordnet. Ohne Sensor im Betrieb bleibt der dokumentierte Auslieferungszustand als Referenz erhalten.
- Q: Welche Rolle spielen CRA, Maschinenverordnung und NIS2?
  A: Die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 gilt ab dem 20. Januar 2027 und nimmt Cyber-Safety in die grundlegenden Anforderungen auf. Die wesentlichen Pflichten des Cyber Resilience Act gelten ab dem 11. Dezember 2027 für neue Produkte mit digitalen Elementen, die in seinen Anwendungsbereich fallen, darunter Risikobewertung, technische Dokumentation und Schwachstellenbehandlung während des Supportzeitraums. NIS2 richtet sich an Unternehmen, nicht an Produkte; die Betroffenheit ist je Unternehmen zu prüfen, für die ausgelieferte Maschine bleibt NIS2 deshalb nur flankierend relevant.
